Fürs (Über-)Leben lernen – aber was?
May 27, 2010 in Nachrichten von Ulrike Elteste
Vor kurzem entbrannte ein heftiger Streit um die Ausbildung auf dem Frankfurter Mediacampus (früher: »Schulen des Deutschen Buchhandels« bei Frankfurt. Ein ganzer Auszubildendenjahrgang beklagte in einem offenen Brief vom 6. Mai 2010 , dass die Ausbildung sich verändere. Die angehenden Buchhändler befürchten, dass der Schwerpunkt in Zukunft zu stark auf die Neuen Medien gelegt werden wird – und “es wäre nicht die erste Blase, die platzt”. “Für uns ist Wirtschaft ein Mittel für den Zweck Buch, und nicht das Buch der zufällige Gegenstand des Wirtschaftens.”
Hintergrund dieser bizarren Kontroverse ist, dass der Buchhandel sich durch das Internet als Vertriebsweg für Bücher und besonders das Aufkommen des e-Books und spezieller e-Book-Lesegeräte existenziell bedroht fühlt und nach neuen Wegen sucht. Es ist nicht die einzige, aber eine der ersten Branchen, die sich den Umwälzungen stellen muss, die digitale Technologien und das Internet mit sich bringen.
Die Aktion der jungen Leute zeigt die Relevanz des Themas gerade auch für Lehrer, die Schüler/innen in der Berufsfindungsphase begleiten. Ich freue mich, dass Frau Dr. Dorothea Redeker, eine Branchenkennerin, gerade jetzt meiner Bitte nachgekommen ist, über Schule 2.0 einen Vortrag über die Buchbranche im digitalen Zeitalter anzubieten.

