Das Frankfurter Gamelabor ist ein Forschungsprojekt, welches im Rahmen des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung innovative Beteiligungsformen für Jugendliche an der Stadtplanung untersucht.
2009 wurde ein “Urban Game” für das Frankfurter Bahnhofsviertel entwickelt, das die virtuellen Räume des Computerspiels mit der räumlichen Praxis aus der Sicht von Jugendlichen sowie den Thematiken und Fragestellungen der Stadtplanung verknüpft. Ein Team von Spieleentwicklern aus dem Raum Frankfurt/Darmstadt sowie aus Berlin hat mit Prof. Verena Kuni, Kunstpädagogin an der Goethe-Uni Frankfurt, Prof. Will Weber, Professor für Gamedesign an der Hochschule Darmstadt, und Felix Nowak von bb22 Stadtplaner & Architekten eine erste Version des Spiels fertiggestellt, das im Herbst 2009 auch schon gespielt wurde. Nun soll das Projekt weitergeführt werden. Das Spiel ist noch in vielfältiger Weise entwicklungsfähig; u.a. könnten Möglichkeiten für die Spieler, selbst mit Grafikprogrammen Elemente einzufügen, eingebaut werden, oder das Spiel könnte für weitere Stadtteile angepasst werden.
Es ist angedacht, dass das Gamelabor in den nächsten Wochen Interessierte zu einem Treffen mit den Entwicklern des Spiels einladen wird, bei dem das Spiel vorgestellt wird und anschließend ein Brainstorming stattfindet. Wer daran interessiert ist, melde sich bitte bei Ulrike oder Wolfgang, um sich auf die Mailingliste setzen zu lassen.
Vergütet wird die Arbeit zunächst nicht; das könnte sich ändern, kann aber nicht garantiert werden.
Das Gamelabor soll mittelfristig als Institution und realer Ort im Bahnhofsviertel errichtet werden. Dies soll der Anfang für die Entwicklung einer leerstehende Immobilie mit game-affinen Nutzungen werden und somit zur aktiven Stadtteilentwicklung beitragen. Beteiligt sind daran Architekten und Stadtplaner aus dem Büro bb22. Dieses Büro veranstaltet auch im Auftrag der Stadt Frankfurt die “Umbaubars” (mittwochs, 18 Uhr), bei denen es um die Zukunft des Bahnhofsviertels geht. Bei einer der nächsten Umbaubars soll es um den Stand der Planungen für die fragliche Immobilie gehen.